Übergangsgewässertypologie

Zu den Übergangsgewässern gehören in Deutschland nur die Unterläufe der in die Nordsee mündenden großen Ströme Ems, Weser, Elbe und Eider. Diese Gewässerabschnitte sind durch eine fließgewässerartige Dynamik und Brackwasser gekennzeichnet, wobei sie einen geringeren Salzgehalt als die Küstengewässer aufweisen. Da die in die Ostsee mündenden Ströme ähnliche Salzgehalte wie die Küstengewässer aufweisen, sind für die Ostsee keine Übergangsgewässer ausgewiesen worden.

Die Typologie der Übergangsgewässer Deutschlands erfolgte nach dem System B gemäß Wasserrahmenrichtlinie. Für die Typisierung der Übergangsgewässer stellt der durchschnittliche Springtidenhub dabei den wichtigsten Faktor dar.

Von daher sind zwei Übergangsgewässertypen ausgewiesen worden:

Typ T1: Übergangsgewässer Elbe-Weser-Ems
Typ T2: Übergangsgewässer Eider

Die Übergangsgewässer des Typs 1 weisen alle einen mesotidalen (1 bis 5 m) Springtidenhub auf. Zu diesem Gewässertyp zählen die Unterläufe von Weser, Ems und Elbe.

Das Übergangsgewässer der Eider stellt einen eigenen Typ 2 dar, aufgrund der geringen Durchmischung bei Tidenhub.

Allen Übergangsgewässern ist in der Karte der Küsten- und Übergangsgewässertypen Deutschlands ein entsprechender Gewässertyp zugewiesen worden (Abb. 1).

  Abb. 1: Karte der Küsten- und Übergangsgewässertypen Deutschlands nach Daten des Berichtsportals WasserBLIcK/BfG, 29.02.2016.