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Seen

Seen sind stehende, oberirdische Gewässer des Binnenlandes.

Die meisten natürlichen Seen Deutschlands befinden sich in der norddeutschen Tiefebene, aber auch im Alpenvorland und in den Alpen sind die Seen landschaftsprägend. Die Anzahl natürlicher Seen liegt in Deutschland bei mehr als 12.000, von denen etwa 750 größer als 50 ha sind. Die Seen > 50 ha sind dabei für die Erfassung und Bewertung nach der Wasserrahmenrichtlinie von Relevanz.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche künstliche Seen (Tagebauseen, Bagger- oder Abgrabungsseen) bzw. erheblich veränderte Seen wie Talsperren und Speicher für verschiedenste Nutzungen (Trinkwasser, Brauchwasser, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung für die Schifffahrt usw.).

Seen erfüllen wichtige Funktionen im Natur- und Wasserhaushalt. Sie sind Lebensraum für zahlreiche- Tier- und Pflanzenarten, als Wasserspeicher halten sie das Niederschlagswasser in der Landschaft. Die Verweildauer kann dabei zwischen wenigen Wochen und Jahrzehnten liegen. Aufgrund der langen Wasseraufenthaltszeit wirken die Seen in der Landschaft oftmals als Nährstoffsenken. Sie reagieren daher viel empfindlicher auf Stoffeinträge und langsamer auf die Reduzierung stofflicher Belastungen als Fließgewässer.