Qualitätskomponentenspezifische Typen

Die für die Bewertung anhand der Teilkomponente Makrophyten relevanten Gewässertypen orientieren sich an den 14 deutschen Seetypen (= LAWA-Typen) wobei sich einige LAWA-Typen für die Bewertung mit Makrophyten zusammenfassen lassen. Die Bewertbarkeit von Talsperren mit stark schwankenden Wasserständen, die in der Regel wenige Makrophyten beherbergen, muss im Einzelfall geprüft werden. Insgesamt werden folgende qualitätskomponentenspezifische Makrophyten-Typen unterschieden: 2 Typen für die Ökoregion der Alpen und des Alpenvorlandes, 3 für das Mittelgebirge und 4 für das Norddeutsche Tiefland.

LAWA-Typen

Makrophyten-Typen

Typen der Alpen und des Alpenvorlandes

Typ 1

AKp

karbonatische polymiktische Wasserkörper der Alpen und des Alpenvorlandes)

Typen 2, 3 und 4

AK(s)

(karbonatische geschichtete Wasserkörper der Alpen und des Alpenvorlandes (AK) incl. Untertyp extrem steile Stellen der karbonatischen Alpenseen (AKs))

Typen des Mittelgebirges

Typ 5 und 7

MKg

karbonatische geschichtete Gewässer des Mittelgebirges mit großem Einzugsgebiet (Volumenquotient > 1,5)

Typ 6

MKp

karbonatische ungeschichtete Gewässer des Mittelgebirges mit großem Einzugsgebiet (Volumenquotient > 1,5)

Typ 8 und 9

MTS

silikatisch geprägte Wasserkörper der Mittelgebirge und des Tieflandes sowie Gewässer mit einem pH-Wert < 6, deren Referenzzustand im sauren pH-Bereich liegt) bzw. Untertyp MTS - s (anthropogen versauerte Gewässer mit einem pH-Wert < 6, deren Referenzzustand im neutralen pH-Bereich liegt

Typen des Norddeutschen Tieflandes

Typ 10*

TKg10

stabil geschichtete karbonatische Wasserkörper des Tieflandes mit relativ großem EZG

Typ 11*, 12* und 14*

TKp

polymiktische karbonatische Wasserkörper des Tieflandes

Typ 13*

TKg13

stabil geschichtete karbonatische Wasserkörper des Tieflandes mit relativ kleinem EZG

* in Einzelfällen ist im Norddeutschen Tiefland der Typ MTS bzw. Untertyp MTS-s für die Makrophytenbewertung zu verwenden: Stellen silikatisch geprägter Wasserkörper der Mittelgebirge und des Tieflandes sowie Gewässer mit einem pH-Wert < 6