Hydromorphologische Qualitätskomponenten

Zu den hydromorphologischen Qualitätskomponenten der Fließgewässer zählen folgende Komponenten und Parameter:

  • Wasserhaushalt: Abfluss und Abflussdynamik, Verbindung zu Grundwasserkörpern
  • Durchgängigkeit
  • Morphologie: Tiefen und Breitenvariation, Struktur und Substrat des Flussbetts, Struktur der Uferzone

Für die Bewertung der Komponenten wurden verschiedene Verfahren entwickelt, die teilweise eigene Bewertungsskalen verwenden. Für die Meldung an die EU werden diese Bewertungsskalen für die drei hydromorphologischen Qualitätskomponenten einheitlich in die drei Klassen sehr gut, gut, schlechter als gut und die Klasse „unbekannt“ (unknown) überführt (LAWA-AO 2012).

Den hydromorphologischen Qualitätskomponenten kommt eine unterstützende Bedeutung bei der Bewertung des ökologischen Zustandes bzw. Potentials zu. Sie dienen:

  • der Ergänzung und Unterstützung der Interpretation der Ergebnisse für die biologischen Qualitätskomponenten,
  • zur Ursachenklärung im Falle „mäßiger“ oder schlechterer ökologischer Zustands- bzw. Potenzialbewertungen,
  • der Maßnahmenplanung in Zusammenhang mit den biologischen und hydromorphologischen Qualitätskomponenten und
  • der späteren Erfolgskontrolle.

Literatur

LAWA-AO (2012): Unterstützende Bewertungsverfahren: Ableitung von Bewertungsregeln für die Durchgängigkeit, die Morphologie und den Wasserhaushalt zur Berichterstattung in den reporting sheets. LAWA-Arbeitsprogramm Flussgebietsbewirtschaftung Produktdatenblatt 2.2.6 (Stand 11. Juli 2012)